Worum geht's?

Der überwiegende Teil der Luftfahrt ist motorisiert. Große Linienflugzeuge, Geschäftsflugzeuge, Militärflugzeuge jeder Art sowie Hubschrauber bis hin zu Ultraleichtflugzeugen werden von Triebwerken verschiedener Art angetrieben. Im Falle unseres Flugvereins geht es natürlich nur um eher kleinere Flugzeuge mit einem Kolbenmotor und bis zu vier Sitzplätzen.

Diese Flugzeuge werden für verschiedene Zwecke eingesetzt. Diese reichen von kurzen Rundflügen bis hin zu mehrtägigen Ausflügen, durchaus auch ins Ausland. Dabei bieten Motorflugzeuge gegenüber Segelflugzeugen natürlich den Vorteil, dass das Wettergeschehen die Flugplanung nur teilweise beeinflusst und die Flüge deutlich besser planbar sind. Neben der Möglichkeit, schnell auch größere Distanzen zurückzulegen, kommt der technische Aspekt und die eigentliche händische Fliegerei nicht zu kurz. Bei einer Reisegeschwindigkeit von etwa 230 km/h können in unserer viersitzigen Régent über 1000 km zurückgelegt werden - nonstop. Außerdem können Motorflugzeuge beim sogenannten Flugzeugschlepp dazu genutzt werden, Segelflugzeuge in die Luft zu bringen. Dabei wird das Segelflugzeug durch ein Seil mit dem Motorflugzeug verbunden und startet zusammen mit diesem auf der Startbahn.

Ausbildung

Wie beim Segelflug enthält die Ausbildung zum Motorflugpiloten sowohl theoretische als auch praktische Elemente. Die Ausbildung beginnt mit kurzen Flügen, bei denen das Grundgefühl für das Fluggerät aufgebaut wird. Danach folgen grundlegende Flugmanöver wie Geradeausflug, Kurvenflug oder Höhenänderungen. Auch der Start gehört zu den ersten gelehrten Übungen. Darüber hinaus wird das Verhalten in der Platzrunde vermittelt. Dabei fliegt der Flugschüler das Flugzeug schon oft selbst - der Fluglehrer unterstützt meist nur. So wird auch der Grenzbereich des Flugzeugs erflogen, wie z. B. im Langsamflug oder Schnellflug. Im späteren Teil der praktischen Ausbildung werden die Grundkenntnisse zur Anwendung gebracht und um Navigationsaufgaben und Spezialverfahren wie z. B. Ziellandungen oder Landungen ohne Motorleistung ergänzt.

Die theoretische Ausbildung gliedert sich in verschiedene Fächer wie z. B. Aerodynamik, Technik oder Luftrecht. Das Wissen wird im Blockunterricht vermittelt und beim praktischen Teil der Ausbildung erprobt. Den Abschluss bildet die theoretische Prüfung beim Regierungspräsidium Stuttgart. Außerdem wird ein Funksprechzeugnis erworben, was ebenfalls mit Theorieunterricht und einer Prüfung verbunden ist.

Wie komme ich zum Motorflug?

Wenn Du Interesse an einer Mitgliedschaft in unserem Verein hast, komm am besten einfach mal bei uns vorbei! Am Wochenende sind bei gutem Flugwetter immer Kameraden am Flugplatz, die sich gerne um Dich kümmern und Dich zur Mitgliedschaft und zum Motorflug beraten.

Wenn Du Dich zu einer Ausbildung zum Motorflugpiloten entschließt, benötigst Du die folgenden Dinge:

  • Mindestalter zum Ausbildungsbeginn: 16 Jahre
  • Bei Minderjährigen Zustimmung der Erziehungsberechtigten
  • Fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis
  • Polizeiliches Führungszeugnis
  • Auszug aus dem Verkehrszentralregister
  • Zuverlässigkeitsüberprüfung

Was kostet das?

Ich will mitmachen!

Unser Motorflugzeugpark

Die Aquila A210 ist ein modernes zweisitziges Motorflugzeug, das 2011 zum Flugzeugpark hinzukam. Sie wird sowohl für Schulungszwecke als auch für Reiseflüge genutzt.

Mit der Robin DR400 Régent wurde der Flugzeugpark im Jahr 2014 um ein viersitziges Motorflugzeug erweitert. Die DR400 ist ein sehr beliebtes Muster, mit dem lange Reiseflüge durchgeführt werden können, auch wenn es voll besetzt ist. Darüber hinaus ist mit der DR400 Flugzeugschlepp möglich.

Die Diamond HK36 Dimona bietet Platz für zwei Personen. Als Motorsegler ist sie mit Segelflugzeugen verwandt und kann deshalb auch mit abgeschaltetem Motor fliegen. Sie bietet eine große Reichweite und viel Leistung für den Flugzeugschlepp.